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Königreich Bayern

Das Königreich Bayern (rechtsrheinisches Bayern) mit dem Rheinkreis (linksrheinisches Bayern) zur Länderbahnzeit

Eltern: Deutsche Länder, Reihenfolge: 0

Königlich Bayerische Staats-Eisenbahnen
bayern (transparent)Das Symbol der ‘Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen’ steht hier nur stellvertretend, denn nicht alle Bahnstrecken im Königreich Bayern wurden staatlich betrieben, manche eben auch privat durch Gesellschaften.
Ein Beispiel ist die durch den ‘Adler’ mit seinem Zug eröffnete erste Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth. Sie wurde durch eine private Gesellschaft, die ‘Königlich privilegirte Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft’ betrieben, für die der bayerische König Ludwig I. sein ‘ausschließliches Privilegium’gegeben hatte, und mit der die bayerischen Staatseisenbahnen ‘nichts zu tun hatten’.
Auch die zweite bayerische Bahnstrecke, die von München nach Augsburg, wurde anfangs durch eine private Gesellschaft betrieben, die ‘München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft’.
Mit Gesetz vom 23. Mai 1846 wurde die ‘München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft’ allerdings zum 1. Juni 1846 verstaatlicht und von den ‘Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen’ übernommen, wobei der Staat den Aktionären 4,4 Millionen Gulden zahlte.
  1. Beiträge zu Bahnstrecken im Königreich Bayern:

  • Eisenbahn Nürnberg – Fürth, die bayerische ‘Ludwigs-Eisenbahn’ – betrieben durch die Königlich privilegirte Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft.
  • ‘München-Augsburger Eisenbahn’ – betrieben anfangs durch die München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft, zum 1. Juni 1846 verstaatlicht und von den Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen übernommen.
  • Die bayerische ‘Ludwigs-Süd-Nordbahn’ mit der ‘Schiefen Ebene’ zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast – Von der Reichsgrenze bei Hof über Bamberg und Augsburg bis nach Lindau im Bodensee – erste Staatsbahnstrecke der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen.
  • Die bayerische ‘Ludwigs-Westbahn’ mit der ‘Spessartrampe’ zwischen Laufach und Heigenbrücken – Von Bamberg über Würzburg und Aschaffenburg bis zur Reichsgrenze bei Kahl am Main – Staatsbahnstrecke der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen.
  • Die ‘Bayerische Maximiliansbahn’ – Königlich württembergische Grenze Donaumitte bei Ulm / Neu-Ulm nach Augsburg, anschließend die verstaatlichte Privatbahn Augsburg – München, weiter München – Rosenheim mit einerseits Rosenheim – k.k. österreichische Grenze Freilassing / Salzburg und andererseits mit Rosenheim – k.k. österreichische Grenze Kufstein.
  1. Gesetze mit Ihren Beilagen, Gesetzentwürfe, Verhandlungen und Protokolle in den gesetzgebenden Kammern des Königreichs Bayern, Dokumente, Briefe und Schreiben der bayerischen Könige und Ministerien

  • Übersicht über die Gesetze des Königreichs Bayern mit Bezug zum Eisenbahnwesen.
  • Die “Fundamental-Bestimmungen für sämmtliche Eisenbahn-Statuten in Bayern” vom 28. September 1836.
  • Übersicht über das “Eisenbahn-Dotationsgesetz von 1846” (vom 23. Mai 1846) mit Verweis auf die vier enthaltenen Gesetze.
  1. Bücher zum Thema Eisenbahn im Königreich Bayern – sortiert nach Erscheinungsjahr

  • Alois Röckl “Ueber die Vervollständigung des bayerischen Eisenbahnnetzes – Ein Wort an die Kammer der Abgeordneten”, erschienen 1865.

Bis Mitte der 1860er Jahre waren die Eisenbahnen im Königreich Bayern wie auch in den meisten anderen Ländern lediglich stückweise gebaut worden. Man fühlte kein Bedürfnis, ein einheitliches Bahnnetz für das ganze Land im voraus zu entwerfen, sondern baute die eine oder andere Linie lediglich deshalb, weil sie von irgend einer Seite besonders angeregt oder zufällig gerade schon technisch untersucht war, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, was sich weiter daran anschließen würde. Das änderte sich nun.

  1. Interessante Artikel aus dem “Verordnungs- und Anzeige-Blatt für die Königlich Bayerischen Eisenbahnen”

  • Nro. 482. “Das Verordnungs- und Anzeige-Blatt für die königl. bayerischen Eisenbahnen betr.” Die Funktion des Blattes. erschienen 1. Juli 1845.
  • Nro. 933. “Die Verwaltung und den Betrieb der königl. Eisenbahnen betr.” Die Organisation – mit der neuen ‘General-Verwaltung der Königlichen Eisenbahnen’ neben der bereits bestehenden Eisenbahnbau-Commission, weiter der ‘Eisenbahn-Aemter’, ‘Eisenbahn-Verwaltungen’ und ‘Eisenbahn-Expeditionen’ mit den zugehörigen Bahnbeamten und Bahnbediensteten. erschienen 1. Juli 1845.
  • Nro. 993. “Die Formation der äußern Eisenbahnbetriebs-Behörden betr.” Orte der ersten ‘Eisenbahn-Aemter’, ‘Eisenbahn-Verwaltungen’ und ‘Eisenbahn-Expeditionen’. erschienen 31. Juli 1845.
  • Nro. 2807. “Instruktive Bestimmungen über die Amtstracht der Eisenbahn-Bediensteten.” Die königlich bayerischen Eisenbahnuniformen. erschienen 19. September 1846.
  1. Aufnahmen 1902 von Stationen und Hafenanlagen im Königreich Bayern

Im Jahr 1902 wurde ein Staatsbahnphotograph losgeschickt, im gesamten Königreich Bayern die bedeutenden Eisenbahnstationen mit ihrem Stationspersonal und die königlichen Schiffe und Hafenanlagen an den Seen photographisch festzuhalten. Entstanden sind über vierhundert Aufnahmen.

Hier im ‘Bahnportal historische Länderbahnen’ finden Sie Übersichten aller bekannten Fotographien aus diesem Satz von 1902.

  1. Die “Graphische Übersicht der K. B. Staats-Eisenbahnen mit deren Bahnhoefen und Stationen dann Steigungs-Neigungs- und Höhen-Verhaeltnissen über der Meeres-Flaeche.” von 1856

Im Jahr 1856 geben die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen eine 56 cm mal 41 cm große Übersichtskarte heraus, auf der die bis dahin in Betrieb befindlichen bayerischen Staatsbahnstrecken mit ihren Entfernungs- und Höhenverhältnissen graphisch und tabellarisch verzeichnet sind und damit auch die Steigungsverhältnisse ersichtlich werden.

Der gesamte Titel lautet

GRAPHISCHE ÜBERSICHT DER K. B. STAATS-EISENBAHNEN
mit deren
BAHNHOEFEN und STATIONEN
dann
Steigungs-Neigungs- und Höhen-Verhaeltnissen
über der Meeres-Flaeche.

Bearbeitet im technischen Büreau der
Generaldirection der k. b. Verkehrsanstalten.
München im Juli
1856.

Es ist eine mehrfarbige Lithographie. Auf Grund amtlicher Quellen bearbeitet von Josef Anton Rist.  Gestochen von Carl Bernhard.