Gehe zu…
RSS Feed

Ghega – Semmering.

Der permanente Link dieser Seite ist bahnportal.at/seiten/p79378727 vorherige Seite übergeordnete Seite Home nächste Seite

Hauptthema: Bahn über den Semmering in Österreich
(als Teil der kaiserlich königlich privilegierten Südbahn).

Teil 4: Carl von Ghega – Uebersicht der Hauptfortschritte des Eisenbahnwesens in dem Jahrzehende 1840 – 1850, und die Ergebnisse der Probefahrten auf einer Strecke der Staatsbahn ueber den Semmering in Oesterreich.

Carl Ritter von Ghega in Österreich ist die treibende Kraft beim Bau der Gebirgsbahn über den Semmering 1848 bis 1854. Die Semmeringbahn ist eine Teilstrecke der Südbahn in Österreich. Sie verläuft von Gloggnitz über den Semmering nach Mürzzuschlag. Strecke und Lokomotivbau der Semmeringbahn gelten als Meilensteine der Eisenbahngeschichte. Seit 1998 gehört die Semmeringbahn zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mehr zur Semmeringbahn und zu Carl Ritter von Ghega unter anderem in Wikipedia:

 

Und in der Wikipedia auch Allgemeines zur ‘Geschichte der Eisenbahn in Österreich’.

Im Jahr 1842 wurde Ghega Gesamtplanungsleiter der zukünftigen südlichen Staatseisenbahn, weshalb er 1842 eine Studienreise nach Amerika unternahm, um dort verschiedenste gebaute oder noch im Bau befindliche Bahnen zu studieren.

Kann über den Semmering – und grundsätzlich bei bestimmten Steigungen von schiefen Ebenen (heute Rampen genannt) – mit reinem Adhäsionsbetrieb (Reibungsbetrieb der Lokomotive) gefahren werden? Das war eines der zentralen Ergebnisse dieser Studienreise – neben den anderen Erkenntnissen, die beim Bau der Semmeringbahn umgesetzt wurden.

  • Im Teil 1 habe ich Ghegas Buch “Über die Baltimore-Ohio-Eisenbahn in Nordamerika und die nordamerikanischen Lokomotive. Die Baltimore-Ohio-Eisenbahn über das Alleghany-Gebirg mit besonderer Berücksichtigung der Steigungs- und Krümmungsverhältnisse” von 1844 wiedergegeben.
    Das ist der Textband.
  • In Teil 2 wird noch der Zeichnungsband dazu folgen: “Atlas von 19.Zeichnungs-Tafeln zur Darstellung der Baltimore-Ohio Eisenbahn untersucht von Carl Ghega … auf seiner Reise in den Vereinigte Staaten von Nord America” von 1844.
  • Teil 3 ist der Artikel aus der ‘Eisenbahn-Zeitung’ mit dem im März 1850 in Wien festgelegten “Programm zu dem ausgeschriebenen Konkurse um den Preis, welchen das k. k. österreichische Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten für die entsprechendste Konstrukzion einer zu den Transporten auf der Eisenbahn über das Semmering-Gebirge geeigneten Lokomotive bestimmt hat.”
    (Eisenbahn-Zeitung des Jahrgang 1850 – also Vol. 8 – in der Nro. 17 vom 28. April 1850 auf den Seiten 74 und 75, sowie in der Nro. 18 vom 5. Mai 1850 auf den Seiten 79, 80 und 81.)
  • Dann der hier vorliegenden  Teil 4  “Uebersicht der Hauptfortschritte des Eisenbahnwesens in dem Jahrzehende 1840 – 1850, und die Ergebnisse der Probefahrten auf einer Strecke der Staatsbahn ueber den Semmering in Oesterreich”.
    Das ist wiederum der Textband. Er basiert auf der “dritten verbesserten und vermehrten Auflage” von 1853.

    Dieser Textband teilt sich in vier Abschnitte auf:

    – Im “I. Theil. Einleitung” gibt Ghega nach dem Vorwort auf 25 Seiten einen heute hochinteressanten allgemeinen “Rückblick auf die Fortschritte der Eisenbahnen vor dem Jahre 1840, chronologisch geordnet”.
    All die Namen der von Ghega genannten Pioniere und Erfinder habe ich in einer “Referenz” noch einmal extra aufgelistet und mit zusätzlichen Anmerkungen versehen.

    – Im “II. Theil” stellt er die “Fortschritte des Eisenbahnwesens in dem zehnjährigen Zeitraume vom Jahre 1840 bis zum Jahre 1850” dar.
    Neben den “Seilebenen”, bei denen man auf Lokomotivbetrieb wegen vermeintlich zu geringer Haftung (Adhäsion) zwischen Rad und Schiene keine Steigungen zu überwinden glaubt und deshalb mit stationären Dampfmaschinen über Seile Züge schiefe Ebenen empor zieht, beschreibt Ghega weiterhin “Atmosphärische Eisenbahnen”. Diesem Thema der “Atmosphärischen Eisenbahnen” und “Pneumatischen Eisenbahnen” widmet wir uns hier im ‘Bahnportal historische Länderbahnen’ bereits ausführlicher.
    Ghega geht auf “stärkere Steigungen und Krümmungen auf Lokomotiv-Bahnen” und “Lokomotive auf stärkeren Steigungen” ein – natürlich, weil ja auch Lokomotivbetrieb von Anbeginn durchgehend auf der Hochgebirgsstrecke Semmeringsbahn realisiert wurde.
    Ghega beschließt den II. Theil mit “Betrachtungen über die Dampfschiffahrt” in verschiedenen Ländern:

    • Amerika mit…

    – Im “III. Theil” stellt Ghega die “Ergebnisse der Probefahrten auf einer Strecke der Lokomotivbahn über den Semmering in Oesterreich” vor. Der Semmering-Wettbewerb in 1851 ist ähnlich bekannt wie das Lokomotivrennen von Rainhill in 1829, das George Stephenson mit seiner “Rocket” gewann. Während es dort hauptsächlich um Geschwindigkeit ging, geht es hier vorwiegend um die Leistungsfähigkeit von Gebirgslokomotiven, um die sich letztlich die Lokomotiven “Bavaria”, “Wiener Neustadt”, “Seraing” und “Vindobona” miteinander maßen.

    – Im “Anhang”, dem letzten der vier Abschnitte, führen die Erkenntnisse aus dem Semmering-Preisausschreiben mit den Probefahrten aller vier Lokomotiven zu “Vorschlägen für die Konstruktion der Semmering-Lokomotiven”, die für den anschließenden Fahrbetrieb über den Semmering entstehen sollen.
    Weitere “Probefahrten während des Winters 1851 – 1852” bringen zusätzliche Erkenntnisse, auch über die Dauerhaftigkeit einer “Kupplungskette der Bavaria”.

  • In Teil 5 wird dazu noch der dazugehörige Zeichnungsband folgen: “Atlas zu der Uibersicht der Hauptfortschritte des Eisenbahnwesens in dem Jahrzehende 1840 – 1850 und die Ergebnisse der Probefahrten auf einer Strecke der Staatsbahn uiber den Semmering in Oesterreich von Carl Ritter von Ghega”.

    Dazu vorab von mir die Information:
    Ich habe mir die “dritte verbesserte und vermehrte Auflage” von 1853 mit 8 Blättern zur Wiedergabe ausgesucht (nicht die erste Auflage von 1851 mit 7 Blättern). Ich habe beide Auflagen eingesehen – und möchte nicht auf den Hauptunterschied zwischen beiden verzichten – die hinzugefügte “Tafel VIII. Detail der Kette der Locomotive Bavaria”.

Weitere fürs ‘Bahnportal historische Länderbahnen’ geplante Schriften:

  • Der Teil 6 ist die “Festschrift zur Fünfzigjahrfeier der Semmeringbahn, Wien 1904” (nur der geschichtliche und technische Teil ab Seite 22).
  • Der Teil 7 ist der Artikel “Der Einfluß des Baues der Semmeringbahn auf die Entwicklung der Gebirgslokomotive – von Dr. Techn. Rudolf Sanzin, Wien” aus “Beiträge zur Geschichte der Technik und Industrie — Jahrbuch des Vereins Deutscher Ingenieure”, Vierter Band aus dem Verlag von Julius Springer, Berlin 1912.

p.s.: Es sei noch auf den Beitrag “Die k. k. privilegierte Südbahngesellschaft” (in Österreich) von Andreas Mehrl im Länderbahn-Forum von Jürgen Riedl hingewiesen.

Viel Spaß beim Stöbern in Ghegas Schriften und den anderen Schriften zur Semmering-Bahn!